Tagung: Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie

Am 26. und 27.10. 2018 findet im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
eine Tagung zu 100 Jahre Rätebewegung statt.

„ALLE MACHT DEN RÄTEN!“

Ein heute verhallter Slogan hatte vor 100 Jahren in ganz Europa eine unvorstellbare Kraft und Aktualität. Mit ihm drängten soziale, revolutionäre Bewegungen zur Neugestaltung der Gesellschaft.
Nach Krieg, Hunger und Elend ging es darum die Geschichte der Welt neu zu schreiben, sie selbst in die eigenen Hände zu nehmen, in die Hände von Proletarier_innen und all jenen, die sich dazu zählen wollten.
Wir – eine Gruppe von Genoss_innen, Freund_innen, Aktivist_innen und Forscher_innen, ohne Name und Satzung – haben uns aus dem Wunsch zusammengetan, uns mit der Idee der Räte und der Geschichte der Bewegung näher zu befassen, mit ihren lokalen Dimensionen und der thematischen und historischen Vielschichtigkeit. Diese Konferenz, zu der wir einige
Referent_innen geladen haben, ist ein Element und Ergebnis unserer Auseinandersetzung.
In Zeiten der Schwäche emanzipatorischer und radikaler Bewegungen wollen wir einen
Beitrag zu Perspektiven widerständiger Politik leisten

PROGRAMM

Freitag, 26.10. 18.00-22.00 Uhr

Budapest, München, Wien – Rätebewegung zwischen Macht und Ohnmacht
Simon Schaupp, Soziologe, Basel
Peter Cunderlik, Historiker, Budapest
Robert Foltin, Autor, Wien
Einleitung und Moderation: Brigitte Rath, Historikerin, Wien

Samstag, 27.10. 10.00-13.00 Uhr

Revolution der Männer? Frauen in der österreichischen Rätebewegung
Veronika Helfert, Historikerin, Wien

Psychoanalyse und Rätebewegung
Helmut Dahmer, freier Publizist, Wien

Mittagspause
14.00-17.00 Uhr

Räte als Werkzeug zur Selbstorganisation und sozialer Veränderung
am Beispiel Großraum Wien
Peter Haumer, Behindertenbetreuer, Wien

Das jüdische Proletariat in der österreichischen Rätebewegung
Mario Memoli, Historiker, Wien

Theorie und Perspektive der Räte
Jens Benicke, Politologe, Freiburg

Radikale Gleichheit: Zur konkreten Utopie der Räte
Anna Leder, Physiotherapeutin, Wien

17.30-18.30 Uhr

Schreiben für die Revolution: aktivistische Schriftsteller_innen und Zeitungsprojekte
in der Zeit des revolutionären Umbruchs
Eva Schörkhuber, Literaturwissenschaftlerin, Wien
Andreas Pavlic, Autor, Wien

19.00-20.00 Uhr>
Papiertheaterstück: „Pannekoeks Katze. Die Sache mit den Räten.“
von Papiertheater Kollektiv Zunder

anschließend Ausklang bis 22 Uhr

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