Der kurze Frühling der Räterepublik. Ein Tagebuch der bayerischen Revolution

Buchpräsentation & Diskussion mit Simon Schaupp

Dienstag, 23. April 2019, 19:00 Uhr:
Buchhandlung Libreria Utopia, Presysinggasse 26-28, 1150 Wien

Vor genau einhundert Jahren gelang der Bayerischen Rätebewegung eine kurzfristig erfolgreiche Revolution, im Zuge derer unter anderem die Monarchie gestürzt, die Produktionsmittel sozialisiert und eine Rätedemokratie eingeführt wurden.

Der Soziologe Simon Schaupp hat über diese Ereignisse das Buch „Der kurze Frühling der Räterepublik – Ein Tagebuch der Bayerischen Revolution“ (Unrast 2018) geschrieben. Darin und in seinem Vortrag schildert er die verschiedenen Formen sozialer Selbstorganisation, die zur Revolution geführt haben. Dabei geht er besonders auf die Rolle von revolutionären Frauen und auf die Rolle des bayerischen Hinterlands ein. Er spricht an diesem Abend aber auch darüber, wie die Niederschlagung der Rätebewegung zur Geburtsstunde des deutschen Faschismus wurde, und welche Rolle der weit verbreitete Antisemitismus beim Übergang von der Räterepublik zur „Ordnungszelle des Reiches“ spielte. Im Anschluss an den Input ist ausreichend Zeit für eine gemeinsame Debatte.  

Link zum Buch: http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/der-kurze-fruehling-der-raeterepublik-detail

Link zur Veranstaltung auf Zeitdiebin: https://zeit.diebin.at/events/3837

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Zwei neue Artikel online!

Einer ist ein Nachtrag. Robert Foltin hat im Herbst 2018 einen Artikel über die Rätebewegungen in Ungarn, Bayern und Österreich verfasst. Erschienen ist er in der Malmoe Nr. 84. Ihr findet ihn unter der Rubrik Geschichte in ‚anarchistischer Mikrokosmos‘.

Der zweite Text ist ein Portrait über Olga Misař von Brigitte Rath. Erschienen ist dieser in der aktuellen ‚Die Referentin‘, die kulturelle Nahversorgerin aus Linz . Sie erscheint als Beilage der ‚Versorgerin‘ und wer mehr über die Zeitschrift wissen möchte, hier der Link.

Der Text erschien jedoch nicht zufällig – falls es zufällige Publikationen überhaupt gibt – er bildet den Auftakt zur Umsetzung eines großen Plans. In den folgenden Ausgaben der ‚Referentin‘ wird im Rahmen einer Portraitreihe von Revolutionär_innen, Rebell_innen, Menschen, die sich quer stellten, den Mund nicht halten konnten, eine spitze Feder hatte oder einfach nur Ideen von Anarchie, Freiheit, Friede und Kommunismus propagierten, zu lesen sein.

Den Beginn machte Brigitte Rath mit ihrem kurzweiligen und lesenswerten Portrait über die Frauenrechtlerin, Antimilitaristin und Anarchistin Olga Misař. In allen drei Bewegungen war sie in den 20er, 30er und 40er Jahren des 20. Jhdt aktiv. Heute zählt sie jedoch zu den Vergessenen. 2018 haben wir Olga Misařs „Neue Liebesideale“ mit einer Einleitung von Brigitte Rath neu aufgelegt. Die PDF Version dieses Buches werden wir demnächst online stellen. Über die folgenden Artikel aus der Portraitreihe werden wir euch an dieser Stelle auf den laufenden halten.



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Buchempfehlung: Die Rätebewegung in Österreich

Seit einigen Wochen ist dieser Sammelband erhältlich. Er ist das Ergebnis der Tagung zur Rätebewegung im Herbst 2018 in Wien und der künstlerischen Auseinandersetzung des Papiertheaterkollektiv Zunder mit der historischen Rätebewegung 1918/19.

Der Band versammelt Texte zur Geschichte der Rätebewegung in Österreich, ihr Verhältnis zu den Bewegungn in Ungarn und Deutschland, zur Rolle der Frauen in der Rätebewegung, zur pyschoanalytischen Dimension dieser „Gemeinschaft der Brüder“, zu autodidaktischem Schreiben und dem Publikationswesen dieser Zeit und nicht zuletzt zu ihrer Verbindung zu heutigen sozialen Bewegungen.

Ein interessantes Gespräch mit den Herausgeber_innen findet ihr auf dem Mosaik Blog – hier
Und hier geht’s zur Verlagsseite – Mandelbaum Kritik & Utopie

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Party zur Finanzierung von anarchistischen Publikationen & Gegeninformation @ Wagenplatz Treibstoff

wo: Eichenstraße 1A, 1120 Wien
wann: 31.10. von 18:00 bis 05:00
Programm:
ab 19 Uhr:
Veranstaltung mit dem Institut für Anarchismusforschung:
„Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich“

ab 21 Uhr Konzerte:
SHARPEN YOUR FRINGE [marseille | queerpunk]
JENNY FROM THE OSTBLOCK [gradec | rap]
BONBONLEGER_IN [anarchistische liedermacher_in]
SURRA [brasilien | trash hcpunk]
DJ*RAIN [gradec | hiphop]
PAKT [koper | crustpunk]

  • feinstes veganes Essen
  • Soli-Cocktails
  • diverse Bücher- und Infotische
  • nächster Tag ist Feiertag!

weitere Infos findet ihr auf der zeit.diebin

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Tagung: Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie

Am 26. und 27.10. 2018 findet im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
eine Tagung zu 100 Jahre Rätebewegung statt.

„ALLE MACHT DEN RÄTEN!“

Ein heute verhallter Slogan hatte vor 100 Jahren in ganz Europa eine unvorstellbare Kraft und Aktualität. Mit ihm drängten soziale, revolutionäre Bewegungen zur Neugestaltung der Gesellschaft.
Nach Krieg, Hunger und Elend ging es darum die Geschichte der Welt neu zu schreiben, sie selbst in die eigenen Hände zu nehmen, in die Hände von Proletarier_innen und all jenen, die sich dazu zählen wollten.
Wir – eine Gruppe von Genoss_innen, Freund_innen, Aktivist_innen und Forscher_innen, ohne Name und Satzung – haben uns aus dem Wunsch zusammengetan, uns mit der Idee der Räte und der Geschichte der Bewegung näher zu befassen, mit ihren lokalen Dimensionen und der thematischen und historischen Vielschichtigkeit. Diese Konferenz, zu der wir einige
Referent_innen geladen haben, ist ein Element und Ergebnis unserer Auseinandersetzung.
In Zeiten der Schwäche emanzipatorischer und radikaler Bewegungen wollen wir einen
Beitrag zu Perspektiven widerständiger Politik leisten

PROGRAMM Weiterlesen

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Geschichte von Unten schreiben

In der letzten Malmoe (Nr. 83, 2018) ist ein Artikel mit einem Plädoyer für freies Forschen  sowie eine Vorstellung der aktuellen Arbeiten von Peter Haumer erschienen. Denn in diesem Frühjahr hat Haumer sein neuestes Buch Geschichte der FRSI. Föderation Revolutionärer Sozialisten „Internationale“ und die österreichische Revolution 1918/19 vorgelegt. Nach seinem Buch über den vergessenen Theoretiker der FRSI Julius Dickmann ist es sein zweites Buch, das er im Wiener Mandelbaum Verlag veröffentlichte.

Zu finden ist der Artikel hier und unter Rubrik Theorie und Debatte.

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Termine

Am 1, 2 und 3 Juni findet in Wien, dieses Mal am Keplerplatz, wieder die Anarchistische Buchmesse  statt. Wir werden ebenfalls dort sein und Brigitte Rath wird ihr Buch bzw. den Reprint  »Neuen Liebesidealen entgegen« (1919) von Olga Misař, präsentieren. Den genauen Termin findet ihr im Programm der A-Buchmesse.

Am 7. Juni findet ihr uns in der bike kitchen Wien mit einem Vortrag zur Geschichte des Anarchismus in Österreich (von 1907 bis 1937.

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Neuer Artikel online

In der aktuellen (Nr. 89, Mai 2018) Gǎi Dào, der Monatszeitschrift des Forums deutschsprachiger Anarchist*innen, wurde von uns ein Artikel über die anarchistische Bewegung in Kuba veröffentlicht. Mit einem kurzen historischen Abriss und vor allem den aktuellen Aktivitäten der Genoss_innen auf der Karibikinsel.

Den Artikel “ we don’t feel shame to be anarchist“ findet ihr unter Theorie und Debatte und hier geht’s auf die Seite der Gǎi Dào.

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Neue Beiträge: E.H. Schmitt und Rezension

In der aktuellen Ausgabe von Ne znam – Zeitschrift für Anarchismusforschung sind zwei Beiträge aus Wien zu lesen, die wir hier online zugänglich machen (ein Dankeschön dafür an Ne znam Herausgeber Philippe Kellermann).

Der Text von Andreas Gautsch befasst sich mit dem Anarchisten Eugen Heinrich Schmitt und dessen „Kombination von Anarchismus und christlicher Gnosis“.

Die Rezension von Sebastian Kalicha setzt sich mit dem neuen Buch von Gabriel Kuhn, Anarchismus und Revolution, auseinander.

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Neue Rezension zu Philippe Kellermanns „Anarchistische Bolschewismuskritik“

100 Jahre sind vergangen seit den revolutionären Umstürzen in Russland 1917, und das nahm Philippe Kellermann zum Anlass, gleich mehrere Publikationen über diese epochalen Ereignisse aus anarchistischer Perspektive zu veröffentlichen (siehe z.B. hier, hier, hier und hier). Eines dieser Bücher, Anarchistische Bolschewismuskritik, beschäftigt sich mit eben dieser im deutschsprachigen Raum zwischen 1918 und 1933. Sebastian Kalicha hat es gelesen und eine Rezension dazu verfasst.

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